Unser Friedhof ist eine kleine Oase der Stille und des Gedenkens in Haarzopf.
Viele Menschen kommen hierher um an ihre Verstorbenen zu denken und um die
schöne, ruhige Atmosphäre zu genießen.
In den gut 100 Jahren seines Bestehens sind auf dem Friedhof mehrere
Generationen Menschen aus unserem Stadtteil bestattet worden.

Die Gebührenordnung des Friedhofes finden Sie hier.

Unsere Gemeinde trägt zu einer würdigen und zeitgemäßen Trauerkultur bei.
Wir möchten Menschen ermutigen, ihre Verstorbenen aufzubahren und bewusst
Abschied zu nehmen.
Wir bemühen uns, dafür eine freundliche und angemessene Umgebung zu bieten.
Die Trauergottesdienste finden in unserer Kirche statt. Eine Aufbahrung ist
kostenlos möglich in einem kleinen Raum an der Rückseite der Kirche, zum dem
die Angehörigen jederzeit Zutritt haben.
Anonyme Bestattungen sind auf unserem Friedhof, wie auf allen evangelischen
Friedhöfen, nicht möglich. Weil die  „Trauer einen Ort braucht“, lehnt
unsere Gemeinde - ebenso wie die evangelische Kirche insgesamt - anonyme
Bestattungen ab.
Wir sind überzeugt, dass es zur Würde eines Menschen gehört, nach seinem Tod
an einem festen, namentlich bezeichneten Ort bestattet zu werden, wo man
seiner oder ihrer gedenken kann. Trauernde brauchen einen Ort, an dem sie
sich an ihre Angehörigen erinnern können.
Ein wichtiger Ort der Trauer ist für viele Menschen das Grab ihres Angehörigen
auf dem Friedhof.
Heutzutage machen sich Menschen, die sich auf ihren Tod vorbereiten, aber
oft Sorgen darüber, wer ihr Grab einmal pflegen wird.
Sie möchten keine anonyme Beerdigung, aber sie wissen, dass ihre nächsten
Angehörigen heute oft weit weg wohnen und sich um die Grabpflege
nicht kümmern können. Viele wünschen sich deshalb eine Bestattungsform,
wo es zwar einen Ort gibt, an dem Menschen an sie denken können un wo ein
Name auf einem Stein an den geliebten Menschen erinnert – aber keine Grabpflege
nötig ist.
Wer die Pflege eines Grabes nicht leisten kann, kann mit uns einen Vertrag abschließen,
der gegen Zahlung eines Entgelts die Pflege sichert.
Für weitere Informationen klicken Sie hier. (Flyer Grablegate)
Nähere Auskünfte und Beratung erhalten Sie im Gemeindebüro
bei Frau Heimann, Tel. 871 85 48


Eine weitere Möglichkeit ist die Bestattung auf unserem Rasenurnenfeld.
Hier werden ausschließlich Urnen betattet, auf einer Größe von ca. 80x80 cm.
Es wird eine Steinplatte im Rasen versenkt – eine Pflege erübrigt sich, da
die Gemeide den Rasen mäht und das Feld in Ordnung hält.
Weitere Beisetzungen auf der jeweiligen Grabstätte sind nicht möglich. Auch
eine individuelle Gestaltung des Rasengrabes ist nicht vorgesehen.
Blumen oder Sonstiges kann nur an einer Stele auf dem Rasenurnengräberfeld
abgelegt werden.


Auf das Grab kommt eine Steinplatte in der Größe 50x40 cm aus Anröchter Dolomit.
Auf ihr werden der Name sowie das Geburts- und Sterbejahr des oder der Verstorbenen eingraviert..
Außerdem können sich die Angehörigen für eins von neun verschiedenen christlichen Symbolen
entscheiden, das dann ebenfalls in die Grabplatte von Hand gemeißelt wird.

Der Gesamtpreis für ein Rasengrab beinhaltet neben der Beisetzungsgebühr
auch den Preis für den in Deutschland gewonnenen Naturstein,
das Einmeißeln der Schrift und die komplette Grabpflege für 30 Jahre.
Der Preis dafür liegt zur Zeit bei etwa 2400 Euro.

Gerne beantwortet Ihnen unsere Mitarbeiterin in der Friedhofsverwaltung,
Frau Heimann, weitere Fragen: Tel. 871 85 48 – oder Sie lassen sich
persönlich beraten, während der Öffnungszeiten des Gemeindebüros:
Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag von 9-12 Uhr.




Neubau der Abschiedsräume:
Nach eingehender Diskussion hat das Presbyterium festgestellt:
Ein Neubau der Abschiedsräume kann in absehbarer Zeit leider nicht in Angriff genommen werden;
Die zu veranschlagenden Kosten liegen weit über dem, was unser Friedhof an finanziellen
Mitteln aufbringen kann.
Deshalb haben wir nun schweren Herzens die Neubaupläne aufgeben müssen.

Die neue  Stele auf dem Rasenurnenfeld
Auf dem neuen Rasenurnengräberfeld unseres Friedhofs steht nun
die neue Stele. Eine Beschreibung des Bildhauers Schaab lesen Sie hier!
Fotos von der Einweihung der Stele am 19. Juni 2011 finden Sie unter Veranstaltungsfotos.

Einen Film über die Entstehung und Aufstellung der Stele finden Sie hier:



Rund um die Stele können Blumen, Kerzen und Ähnliches abgelegt werden.
Die Stele ist als ein Ort des Gedenkens und der Trauer gedacht - zum einen für diejenigen,
die in den Rasengräbern bestattet sind, wo ja nichts abgelegt werden kann.
Zum anderen aber ist die Stele ein Ort, an dem wir alle die Gelegenheit haben,
unserer Verstorbenen zu gedenken, eine Blume oder ein Licht für sie zu hinterlassen -
auch für diejenigen, die ganz woanders bestattet sind.
Entworfen und gestaltet wird die Stele vom Bildhauer und Steinmetzmeister Georg Schaab (síehe unten).

Finanziert wird die Stele zu einem Teil über die Rasenurnengräber-Gebühren.
Wir bitten Sie aber auch um Spenden! Sie können uns Ihre Spende überweisen auf unser
Konto Nr. 5221600160 BLZ 35060190 bei der KD-Bank Dortmund Verwendungszweck: Haarzopf, Stele.
Sie erhalten dann eine Spendenbescheinigung.



Zur Geschichte unseres Gemeindefriedhofs
Kirchenrechtlich gehörte Haarzopf um 1900 zur Gemeinde Kettwig. Das bedeutete, dass die Haarzopfer bei jedem Wetter den weiten Kirchweg (16 km) nach Kettwig zurücklegen mussten. Für die Arbeiter (in Haarzopf besonders Bergleute) bedeutete jede Beerdigung zusätzlich den Ausfall einer Schicht und damit verbunden war der Lohnausfall für diesen Tag. Das veranlasste die Haarzopfer, um die Anlage eines eigenen Gemeindefriedhofes zu bitten.
1905 wurden 3 Morgen Land (7.500 qm) vom Landwirt Hermann Birkmann zum Preis von 4.200 Mark erworben. 1.000 m? wurden für den Friedhof bestimmt. Die Einteilung der Grabfelder nahm ein Fachmann vor. Die Asche wurde von den Bauern kostenlos angefahren und von den Bergleuten auf den Wegen verteilt. Presbyter und Pastor zogen die Walze. Am Sonntag nach Ostern 1905 sollte die Einweihung des Friedhofes stattfinden. Doch am 2. Ostertag starb ein alter Onkel des Landwirtes Birkmann, der als Junggeselle auf dem Hof geblieben war und, solange er noch konnte, das Land bearbeitet hatte, das jetzt als Friedhof dienen sollte. Wie nahe lag da der Wunsch seiner Angehörigen, dass der Verstorbene auch auf diesem Land seine letzte Ruhestätte finden möge! So fand die Einweihung, woran sich die Beerdigung gleich anschloss, schon am Donnerstag nach Ostern, 27.04.1905, statt. Während der Feier ging ein anhaltender Platzregen nieder, so dass die zahlreich erschienenen Gemeindeglieder von den Ansprachen nicht viel verstehen konnten.
Begräbnisfeiern fanden bis 1947 auf dem Friedhof statt. Seit 1948 ging man in die Kirche. Auch die Andachten am Ewigkeitssonntag wurden seit 1948 in der Kirche abgehalten.
1966 wurde ein kleiner Teil des Friedhofes für das Begräbnis von Kriegsopfern des 1. und 2. Weltkrieges bestimmt. Nach den Umbettungen und der Aufstellung eines Gedächtniskreuzes übernahm die Stadt Essen die Pflege der Anlage.
1952 wurde eine kleine Leichenhalle nach einem Entwurf von Baumeister Heiderhoff an die Kirche angebaut. 1972 wurde diese Halle mit einem Vorbau erweitert, der Schutz gegen Regen und Wind bot.
Seit einigen Jahren findet der gesamte Trauergottesdienst mit dem aufgebahrten Sarg oder der Urne in der Kirche statt.