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Unser Besuchsdienst:
Einsame, alte und kranke Menschen sowie neu Zugezogene werden in Haarzopf und Fulerum besucht. Diesen urchristlichen Dienst organisiert unsere Gemeinde für derzeit zwölf ehrenamtlich Besuchende und etwa viermal so viele Besuchte.
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Im Besuchsdienstkreis treffen sich die mitarbeitenden Frauen, selbst zwischen 40 und 82, einmal im Monat. In der Gruppe finden die Helfenden gegenseitig Hilfe und Verständnis in freundlicher Atmosphäre und bei wachsendem Vertrauen. Es gibt entlastende Rituale und Symbole wie den schönen Stein, den sie sich gegenseitig weitergeben: Das Schöne und das Schwere vermitteln, Lasten mittragen und Belastung abgeben.
Außerdem werden ganz praktische Informationen ausgetauscht: Wer sind die Ansprechpartner in den Heimen, welche rechtlichen Grenzen muss man beachten, wenn man um Entscheidungshilfe gebeten wird, wo gibt es dies, wie macht man jenes. Ab und zu wollen Glaubensfragen diskutiert werden oder andere Fragen, die sich aus den Gesprächen für die Besuchenden ergeben.
Ehrenamtliche Arbeit ist aber nicht kostenlos, obwohl der größte Teil des Geleisteten ein Geschenk für die Gemeinde und die Besuchten ist, nämlich die Zeit und die Aufmerksamkeit der Mitarbeitenden. Deren Dienst aber muss koordiniert werden, sie brauchen Beratung und Entlastung für schwierige Situationen. Es entstehen Sachkosten: Fahrtkosten, manchmal ein Strauß Blumen oder eine Karte, wie sie bettlägerigen Menschen im Altenheim helfen, die vielen Stunden des Wartens auf den nächsten menschlichen Kontakt zu überbrücken. Und - selbstverständlich für zeitgemäße Freiwilligenarbeit es gibt qualifizierende Angebote, Fortbildungen für diese verantwortungsvolle Tätigkeit.
Deswegen soll ein Teil der Spenden, die der Gemeinde als Anerkennung für den Besuchsdienst zufließen, der Aufwandsentschädigung von Mareile Zierold dienen, die den Kreis seit drei Jahren leitet.
Sie moderiert kompetent die Treffen des Besuchsdienstkreises - sie ist Ansprechpartnerin, Krisenmanagerin und Kristallisationspunkt der Gruppe. Sie vermittelt die Kontakte möglichst passend zwischen Besuchten und Besuchenden.
„Die Besuchenden sind für Menschen in akuter seelischer oder körperlicher Not da, hören teilnehmend zu, finden vielleicht ein Wort des Trostes oder ein Gebet. Und wenn nötig, vermitteln wir auch konkreten Rat zu Pflegedienst, Hospiz, Trauergruppe oder Hilfen im Haushalt. Es berührt mich sehr, wieviel Vertrauen die Menschen uns entgegenbringen.“
Auch die beiden Mitglieder des Kreises, die neu Zugezogene begrüßen, lösen im Allgemeinen ein sehr positives Echo aus.
„Schön ist die wachsende Vernetzung in der Gemeinde hin zum Altenheim, zum Krupp-Krankenhaus, zur Diakonie, zwischen den anderen Gruppen in der Gemeinde von überall kommen Hinweise auf Menschen, die unsere Besuche brauchen.“
Wenn jemand Hilfe beim Ausfüllen eines Formulars braucht, sei es für die Krankenkasse oder für die Friedhofsverwaltung, für die Grabpflege des Ehemanns der Besuchsdienst ist da. Nicht nur äußeres Tun, auch persönliches Engagement ist notwendig.
Was zu wünschen bleibt? Dass es so weitergeht. Dass sich genügend weitere, neue Mitarbeitende für die nicht geringer werdenden Bedürfnisse verantwortlich fühlen und sich die Arbeit auf viele geeignete Schultern verteilt dann wird auch Lebenserfahrung und Lebensfreude geteilt und die wertvollen Energieressourcen bleiben im Fluss.
Wer mitarbeiten oder spenden will, sollte sich im Gemeindeamt melden, Tel. 7101484 (vormittags besetzt) oder gern direkt überweisen auf das Konto 33 00 803, BLZ 360 501 05 bei der Sparkasse Essen. Wichtig: Stichwort „Besuchsdienst“ angeben!
Wer gerne besucht werden möchte, sollte sich ebenfalls im Gemeindeamt melden!
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